Eingabedaten und Informationsquellen
Was vor der Kamera geschieht, bestimmen die Menschen im öffentlichen Raum. Die Kameras erfassen erkennbare Menschen, auch wenn das System sie nicht identifiziert.
Englisch: Intelligent video analytics
In Kamerabildern erkennt das System bestimmte Vorgänge oder Gegenstände und meldet sie einer Leitstelle, ohne Personen zu identifizieren.
Den Anwendungsfall verstehen
Statt dass Beschäftigte alle Bildschirme beobachten, meldet das System nur Szenen, die zu einem gelernten Muster passen, etwa Schlagen und Treten oder schwere Gegenstände auf einer Brücke. Die Polizei in Mannheim erprobt das seit 2018, die Stadt Amsterdam überwacht so Brücken und Kaimauern.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Kameras im öffentlichen Raum liefern laufend Bilder an das System.
Was vor der Kamera geschieht, bestimmen die Menschen im öffentlichen Raum. Die Kameras erfassen erkennbare Menschen, auch wenn das System sie nicht identifiziert.
Das Modell sucht in den Bildern nach gelernten Bewegungsmustern oder Gegenständen.
Das System erkennt Objekte, Bewegungen oder Ereignisse in einzelnen Bildern und über die Zeit hinweg. Regeln oder weitere Modelle verdichten diese Erkennungen zu Ereignishinweisen. Die Interpretation hängt davon ab, welche Situationen das System unterscheiden soll und welche Signale die Kamera tatsächlich erfasst.
Das System meldet eine erkannte Szene mit Bildausschnitt, Ort und Zeit an die Leitstelle.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Die Leitstelle prüft die Meldung und schickt bei Bedarf Einsatzkräfte oder veranlasst andere Maßnahmen vor Ort.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
6 zuerst zu prüfen11 zu klären6 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 6 zuerst zu prüfen, 11 zu klären, 6 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Vorhanden
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Biometrische Fernidentifizierung (Gesichtserkennung)
Gleicht Gesichter aus Kamerabildern mit einer Datenbank ab, um Personen zu identifizieren
Schließt aus Gesicht oder Verhalten auf Gefühle oder Absichten einzelner Personen
Was vor der Kamera geschieht, bestimmen die Menschen im öffentlichen Raum. Die Kameras erfassen erkennbare Menschen, auch wenn das System sie nicht identifiziert.
Das Modell verarbeitet die Eingaben. Ob es intern oder bei einem Dienstleister läuft, muss für die konkrete Umsetzung geklärt werden.
Bestätigte und verworfene Meldungen der Leitstelle können als neue Lernbeispiele dienen.
Je nach Betrieb löst eine Meldung selbst einen Einsatz aus oder die Leitstelle bestätigt sie erst.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 23 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Außerdem prüfen: ob das System Gruppen benachteiligt
Prüfen Sie, ob Auswahl, Rangfolge oder Bewertung Menschen mit geschützten Merkmalen benachteiligen, etwa nach Geschlecht, Alter oder Herkunft.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Beschäftigte der Leitstelle achten vor allem auf die Szenen, die das System meldet. Was es nicht erkennt, sieht dann niemand mehr, und harmlose Rangeleien können als Angriff gelten.
Licht, Wetter, Jahreszeit und Umbauten verändern das Kamerabild. Das Modell erkennt die gelernten Muster dann schlechter, ohne dass es eine Warnung ausgibt.
Wer die Kamerastandorte kennt, kann sich so bewegen oder abschirmen, dass das Muster nicht erkannt wird. Umgekehrt lassen sich gezielt Fehlalarme auslösen, die die Leitstelle binden.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Wer die Kennzeichnungen in den Trainingsdaten fälscht, kann die Ergebnisse des Modells gezielt verschieben.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 11 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Drei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 11. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Je nach Betrieb löst eine Meldung selbst einen Einsatz aus oder die Leitstelle bestätigt sie erst.
Wenn ja, kommt hinzu
Aufnahmen können zeigen, wer eine Kirche, eine Klinik oder eine Versammlung besucht.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Bestätigte und verworfene Meldungen der Leitstelle können als neue Lernbeispiele dienen.
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn die Polizei die Meldungen und Aufnahmen nutzt, um Beweismittel einzuschätzen oder Personen in einem Ermittlungsverfahren zu bewerten.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Das System erkennt Vorgänge und Gegenstände, ohne Personen anhand biometrischer Merkmale zu identifizieren.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Das System gibt Meldungen mit Bildausschnitt aus, keinen Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Kann man dem System in normaler Sprache Aufträge geben, die es dann ausführt?
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Können Menschen außerhalb Ihrer Organisation das System nutzen, auch ohne Anmeldung?
Nur Leitstelle und Behörde bedienen das System, die gefilmten Menschen nutzen es nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Verarbeitet das System mehrere Arten von Eingaben zusammen, etwa Text mit Bild oder Sprache?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
Innenministerium Baden-Württemberg, Startschuss für die algorithmenbasierte Videoüberwachung beim Polizeipräsidium Mannheim, 2018 Nach Angabe des Betreibers
Das Ministerium beschreibt, wie in Mannheim die Videoüberwachung mit Algorithmen begann, ohne Gesichtserkennung.
heise online, Evaluation von intelligenter Videoüberwachung in Mannheim erst 2027
Der Bericht meldet die Verlängerung des Projekts und die für 2027 angekündigte Auswertung.
Algoritmeregister NL, Objectherkenning Openbare Ruimte, Gemeente Amsterdam
Der Eintrag beschreibt eine Objekterkennung, mit der die Stadt den öffentlichen Raum beaufsichtigt.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind