Eingabedaten und Informationsquellen
Kennzeichen und Fahrzeuge im öffentlichen Raum lassen sich von Außenstehenden verdecken, verschmutzen oder fälschen. Ein Kennzeichen führt über das Fahrzeugregister zur Halterin oder zum Halter.
Englisch: Automatic number plate recognition (ANPR)
Kameras erfassen Kfz-Kennzeichen, und das System gleicht sie automatisch mit Register- oder Fahndungsdaten ab.
Den Anwendungsfall verstehen
Kameras an festen Standorten oder auf einem Scanfahrzeug erfassen vorbeifahrende oder parkende Fahrzeuge, eine Bilderkennung liest das Kennzeichen. Niederländische Gemeinden prüfen so, ob ein Parkrecht besteht, die Polizei gleicht Kennzeichen mit Fahndungsdaten ab.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Kameras nehmen vorbeifahrende oder parkende Fahrzeuge mit Ort und Zeit auf.
Kennzeichen und Fahrzeuge im öffentlichen Raum lassen sich von Außenstehenden verdecken, verschmutzen oder fälschen. Ein Kennzeichen führt über das Fahrzeugregister zur Halterin oder zum Halter.
Die Bilderkennung liest das Kennzeichen, und das System sucht es in der Datenbank der Parkrechte oder im Fahndungsbestand.
Eine Bildverarbeitung erkennt zunächst den Kennzeichenbereich und wandelt dessen Zeichen in Text um. Anschließend kann die erkannte Zeichenfolge mit einem vorgesehenen Bestand abgeglichen werden. Bilderkennung, Zeichenlesung und Datenbanktreffer sind aufeinanderfolgende Schritte mit jeweils eigenen Ergebnissen.
Das System meldet einen Treffer mit Bild, Ort und Zeit oder verwirft die Aufnahme.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Kontrollkräfte oder Polizei prüfen den Treffer und verhängen ein Verwarnungsgeld, kontrollieren das Fahrzeug oder leiten eine Fahndungsmaßnahme ein.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
7 zuerst zu prüfen10 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 7 zuerst zu prüfen, 10 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Dokumentensammlung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Vorhanden
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Intelligente Videoanalyse im öffentlichen Raum
Erkennt Vorgänge wie Schlägereien oder schwere Gegenstände auf gefährdeten Brücken
Biometrische Fernidentifizierung (Gesichtserkennung)
Identifiziert Menschen anhand ihres Gesichts
Kennzeichen und Fahrzeuge im öffentlichen Raum lassen sich von Außenstehenden verdecken, verschmutzen oder fälschen. Ein Kennzeichen führt über das Fahrzeugregister zur Halterin oder zum Halter.
Kameras und Bilderkennung stammen in der Regel von einem Anbieter.
Das System sucht jedes gelesene Kennzeichen in der Datenbank der Parkrechte oder im Fahndungsbestand.
Je nach Behörde löst ein Treffer selbst ein Verwarnungsgeld aus oder eine Kontrollkraft bestätigt ihn erst.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 24 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Außerdem prüfen: ob das System Gruppen benachteiligt
Prüfen Sie, ob Auswahl, Rangfolge oder Bewertung Menschen mit geschützten Merkmalen benachteiligen, etwa nach Geschlecht, Alter oder Herkunft.
Ein verschmutztes, teilweise verdecktes oder mit Folie verändertes Kennzeichen liest das System falsch. Dann erhält ein fremdes Fahrzeug das Verwarnungsgeld, oder ein gesuchtes Fahrzeug bleibt unerkannt.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Kontrollkräfte sehen täglich viele Treffer und bestätigen sie irgendwann, ohne genau hinzusehen. Eine verwechselte Ziffer führt dann zu einem Bescheid gegen eine unbeteiligte Person.
Offenlegung sensibler Informationen
Das System speichert zu jedem Kennzeichen Ort und Zeit. Gelangen diese Aufzeichnungen nach außen oder werden sie länger als vorgesehen aufbewahrt, lässt sich nachvollziehen, wer sich wann wo aufgehalten hat.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Wer die Kennzeichnungen in den Trainingsdaten fälscht, kann die Ergebnisse des Modells gezielt verschieben.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
RAG-spezifische Angriffe (Document Poisoning)
Was in die abrufbare Wissenssammlung gelangt, kann Antworten und nächste Schritte beeinflussen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 10 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 10. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Je nach Behörde löst ein Treffer selbst ein Verwarnungsgeld aus oder eine Kontrollkraft bestätigt ihn erst.
Wenn ja, kommt hinzu
Gespeicherte Orts- und Zeitangaben ergeben Bewegungsprofile, und Fahndungsbestände sind vertraulich.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Gleicht ein Scanfahrzeug die Kennzeichen über das Netz mit einer zentralen Datenbank ab, hängt die Kontrolle von diesem Dienst ab.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn die Polizei die Treffer nutzt, um Personen in einem Ermittlungsverfahren zu bewerten oder Beweismittel einzuschätzen.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Das System liest die Kennzeichen von Fahrzeugen und wertet keine biometrischen Merkmale von Personen aus.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Das System gibt ein gelesenes Kennzeichen und einen Treffer aus, keinen Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Kann man dem System in normaler Sprache Aufträge geben, die es dann ausführt?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Können Menschen außerhalb Ihrer Organisation das System nutzen, auch ohne Anmeldung?
Nur Behörden bedienen das System, die erfassten Menschen nutzen es nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Verarbeitet das System mehrere Arten von Eingaben zusammen, etwa Text mit Bild oder Sprache?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
Algoritmeregister NL, Parkeerhandhaving door middel van een scanauto, Gemeente Delft
Der Eintrag beschreibt die Bilderkennung von Kennzeichen, die Prüfung der Treffer durch Menschen und die Löschung von Bildern ohne Verstoß binnen 72 Stunden.
Algoritmeregister NL, Scanauto, Gemeente Breda
Der Eintrag beschreibt Kameras, die seit 2020 Kennzeichen für die Parkkontrolle lesen.
Das Gericht beschreibt den Einsatz in Bayern und stellt fest, dass jede Kontrolle in Grundrechte eingreift, auch ohne Treffer.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind