Eingabedaten und Informationsquellen
Kaufpreise, Angaben von Eigentümerinnen und Eigentümern und Einwände gegen frühere Werte stammen von Außenstehenden. Jeder Wert gehört zu einer Immobilie und damit zu ihren Eigentümerinnen und Eigentümern.
Englisch: Automated valuation model (AVM)
Aus Merkmalen des Objekts und Vergleichsverkäufen schätzt ein Modell den Marktwert von Wohnimmobilien.
Den Anwendungsfall verstehen
Das Modell lernt aus tatsächlich gezahlten Preisen und schätzt daraus, was ein Objekt zum Stichtag erzielen würde. Niederländische Gemeinden stellen so jedes Jahr den amtlichen Wert aller Immobilien fest (WOZ-Wert), die deutsche Grundsteuer beruht dagegen auf gesetzlich festgelegten Verfahren.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Das Modell erhält Lage, Fläche, Baujahr und Zustand des Objekts sowie Kaufpreise vergleichbarer Immobilien.
Kaufpreise, Angaben von Eigentümerinnen und Eigentümern und Einwände gegen frühere Werte stammen von Außenstehenden. Werden neben Objektdaten auch Luftbilder oder Fotos ausgewertet, verarbeitet das System mehrere Arten von Eingaben.
Das Modell schätzt aus den Vergleichsverkäufen, welchen Preis das Objekt zum Stichtag erzielen würde.
Das Modell verknüpft die verfügbaren Objekt-, Lage- und Vergleichsdaten zu einer Schätzung des Immobilienwerts. Die Schätzung bezieht sich auf einen bestimmten Bewertungszweck und Datenstand. Besondere Objektmerkmale, die nicht in den Eingabedaten enthalten sind, können in dieser Berechnung nicht ausdrücklich berücksichtigt werden.
Jedes Objekt erhält einen geschätzten Wert, manchmal mit einer Angabe zur Unsicherheit.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Der Wert geht nach Prüfung in den Bescheid der Gemeinde ein oder bestimmt den Beleihungswert einer Kreditsicherheit.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
8 zuerst zu prüfen10 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 8 zuerst zu prüfen, 10 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Inhalte Dritter: Hängt von Ihrem System ab
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Dokumentensammlung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Vorhanden
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Kreditscoring und Bonitätsprüfung
Bewertet die Zahlungsfähigkeit der Person, die den Kredit aufnimmt
Kaufpreise, Angaben von Eigentümerinnen und Eigentümern und Einwände gegen frühere Werte stammen von Außenstehenden. Jeder Wert gehört zu einer Immobilie und damit zu ihren Eigentümerinnen und Eigentümern.
Viele Gemeinden und Banken beziehen Bewertungssoftware von spezialisierten Anbietern.
Manche Verfahren suchen zu jedem Objekt die ähnlichsten verkauften Immobilien aus einem Bestand heraus. Gemeinden und Banken trainieren das Modell mit Verkaufsdaten aus ihrem Gebiet oder Bestand.
Je nach Gemeinde geht der geschätzte Wert direkt in den Bescheid oder erst nach Freigabe durch eine Gutachterin oder einen Gutachter.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 25 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Außerdem prüfen: ob das System Gruppen benachteiligt
Prüfen Sie, ob Auswahl, Rangfolge oder Bewertung Menschen mit geschützten Merkmalen benachteiligen, etwa nach Geschlecht, Alter oder Herkunft.
Das Modell lernt aus Verkäufen vor dem Bewertungsstichtag. Steigen oder fallen die Preise in einzelnen Lagen schnell, liegen die geschätzten Werte dort daneben, bis neue Verkäufe vorliegen.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Verkäufe unter Verwandten oder mit falsch erfassten Flächen gelangen als Vergleichsfälle in die Lerndaten. Das Modell verschiebt dann die Werte ganzer Straßen oder Gebäudetypen.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Bei Tausenden Objekten sehen sich Gutachterinnen und Gutachter oft nur auffällige Werte genauer an. Ein unauffällig falscher Wert landet dann im Bescheid, und die Eigentümerin muss ihn selbst anfechten.
Über eigenes Training oder Rückmeldungen aus dem Betrieb können manipulierte Daten in die Lerndaten gelangen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Exfiltration aus der ML-Anwendung
Schutzbedürftige Daten können über Werkzeuge, Netzverbindungen, Speicher oder Innentäter abfließen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 10 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 10. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Manche Verfahren suchen zu jedem Objekt die ähnlichsten verkauften Immobilien aus einem Bestand heraus.
Wenn ja, kommt hinzu
Je nach Gemeinde geht der geschätzte Wert direkt in den Bescheid oder erst nach Freigabe durch eine Gutachterin oder einen Gutachter.
Wenn ja, kommt hinzu
Werden neben Objektdaten auch Luftbilder oder Fotos ausgewertet, verarbeitet das System mehrere Arten von Eingaben.
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Das System bewertet eine Immobilie und nicht die Kreditwürdigkeit einer Person, auch wenn der Wert als Kreditsicherheit dient.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Das System gibt einen geschätzten Wert aus, keinen Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Kann man dem System in normaler Sprache Aufträge geben, die es dann ausführt?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Können Menschen außerhalb Ihrer Organisation das System nutzen, auch ohne Anmeldung?
Das Modell nutzt die Gemeinde oder die Bank, Eigentümerinnen und Eigentümer sehen nur das Ergebnis.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
Algoritmeregister NL, WOZ-taxatiemodellen, Gemeente Ede
Der Eintrag beschreibt ein lernendes Bewertungsmodell für die WOZ-Werte.
Algoritmeregister NL, WOZ-taxatiemodellen, Gemeente Het Hogeland
Der Eintrag beschreibt Bewertungsmodelle mit KI und maschinellem Lernen, die seit Juli 2025 in Gebrauch sind.
EBA, Leitlinien für die Kreditvergabe und Überwachung (EBA/GL/2020/06), Abschnitt 7.4
Die Leitlinien verlangen Kriterien für fortgeschrittene statistische Modelle, mit denen Institute Sicherheiten bewerten, neu bewerten und überwachen (Rn. 236 f.).
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind