Eingabedaten und Informationsquellen
Die Sprachprobe spricht die asylsuchende Person selbst, und sie bestimmt, wie sie spricht. Die Sprachprobe ist einer bestimmten Person und ihrem Asylverfahren zugeordnet.
Englisch: Language and dialect identification in asylum procedures
Aus einer kurzen Sprachprobe schätzt das System, welche Sprache und welchen Dialekt eine asylsuchende Person wahrscheinlich spricht.
Den Anwendungsfall verstehen
Es gibt Wahrscheinlichkeiten für Sprachen und Dialekte aus, als Hinweis darauf, ob die Angaben zur Herkunft stimmig sind, nicht als Nachweis. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nennt das Verfahren Dialekterkennungssoftware (DIAS) und zählt es zur Sprachbiometrie.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Die asylsuchende Person spricht eine kurze Sprachprobe, die aufgezeichnet wird.
Die Sprachprobe spricht die asylsuchende Person selbst, und sie bestimmt, wie sie spricht. Die Sprachprobe ist einer bestimmten Person und ihrem Asylverfahren zugeordnet.
Das Modell vergleicht Aussprache und Klang mit den gelernten Sprachen und Dialekten.
Das Modell analysiert sprachliche oder akustische Merkmale einer Aufnahme und ordnet sie einer Sprache oder Dialektgruppe zu. Die Zuordnung hängt vom trainierten Kategoriensystem und den verfügbaren Vergleichsdaten ab. Eine sprachliche Einordnung allein weist weder Staatsangehörigkeit noch individuelle Herkunft nach.
Das Modell nennt Wahrscheinlichkeiten für die erkannten Sprachen und Dialekte.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Das Ergebnis kommt als Hinweis in die Akte und kann beeinflussen, wie die Anhörung verläuft und wie die Angaben zur Herkunft eingeschätzt werden.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
6 zuerst zu prüfen10 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 6 zuerst zu prüfen, 10 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Vorhanden
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Spracherkennung und Transkription
Schreibt Gesprochenes mit, ohne die Herkunft der sprechenden Person zu schätzen
Die Sprachprobe spricht die asylsuchende Person selbst, und sie bestimmt, wie sie spricht. Die Sprachprobe ist einer bestimmten Person und ihrem Asylverfahren zugeordnet.
Das Modell verarbeitet die Eingaben. Ob es intern oder bei einem Dienstleister läuft, muss für die konkrete Umsetzung geklärt werden.
Protokollierung, Speicherfristen und eine mögliche Verwendung für Training müssen für die konkrete Umsetzung geklärt werden.
Je nach Verfahren geht das Ergebnis direkt in die Akte oder erst nach Prüfung durch Beschäftigte.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 23 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Außerdem prüfen: ob das System Gruppen benachteiligt
Prüfen Sie, ob Auswahl, Rangfolge oder Bewertung Menschen mit geschützten Merkmalen benachteiligen, etwa nach Geschlecht, Alter oder Herkunft.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Eine Wahrscheinlichkeit für einen Dialekt sieht wie ein Messwert aus, sagt aber nichts darüber, wo jemand aufgewachsen ist. Gilt sie als Beweis, wirkt eine Person, deren Sprache von mehreren Regionen geprägt ist, schnell unglaubwürdig.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Das Modell übernimmt, wie Menschen Sprachproben den Dialekten zugeordnet haben. Sind Dialekte in den Lerndaten falsch zugeordnet oder kaum vertreten, ordnet das System alle, die sie sprechen, falsch ein.
Die Person bestimmt selbst, wie sie in der Sprachprobe spricht. Wer einen anderen Dialekt nachahmt oder Hintergrundgeräusche zulässt, kann das Ergebnis in eine gewünschte Richtung lenken.
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Exfiltration aus der ML-Anwendung
Schutzbedürftige Daten können über Werkzeuge, Netzverbindungen, Speicher oder Innentäter abfließen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 10 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 10. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Je nach Verfahren geht das Ergebnis direkt in die Akte oder erst nach Prüfung durch Beschäftigte.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Bei typischem Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn eine Behörde das Ergebnis bei der Prüfung eines Asylantrags nutzt, etwa um die Angaben zur Herkunft zu überprüfen.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Das System gibt Wahrscheinlichkeiten für Sprachen und Dialekte aus, keinen Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Kann man dem System in normaler Sprache Aufträge geben, die es dann ausführt?
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Können Menschen außerhalb Ihrer Organisation das System nutzen, auch ohne Anmeldung?
Nur Beschäftigte des Bundesamts bedienen das System.
Wenn ja, kommt hinzu
Verarbeitet das System mehrere Arten von Eingaben zusammen, etwa Text mit Bild oder Sprache?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
Deutscher Bundestag, hib 887/2023
Die Bundesregierung berichtet über den Einsatz der Dialekterkennung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
AlgorithmWatch, Kontroverse Dialekterkennung beim BAMF
AlgorithmWatch bestätigt die Bezeichnungen Dialekterkennungssoftware (DIAS) und Sprachbiometrie des Bundesamts und berichtet über das europäische Pilotprojekt.
KI-Verordnung, Anhang III Nr. 7
Die Verordnung nennt KI-Systeme, die bei der Prüfung von Asyl- und Visumanträgen eingesetzt werden, ausdrücklich in Anhang III.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind