Eingabedaten und Informationsquellen
Schadenmeldung, Fotos, Rechnungen und Gutachten kommen von Anspruchstellern, Werkstätten und Sachverständigen. Schadenakten nennen Versicherte, Geschädigte, Zeugen und Kennzeichen.
Englisch: AI-assisted claims handling
Das System wertet Schadenunterlagen und Fotos aus, prüft den Anspruch gegen den Vertrag, markiert Unstimmigkeiten und bereitet die Regulierung vor.
Den Anwendungsfall verstehen
Sprachmodelle und Bilderkennung lesen Schadenmeldungen, Rechnungen, Gutachten und Fotos aus und gleichen den Anspruch mit dem Vertrag ab. Versicherer nutzen das bei Kfz- und Sachschäden, über Deckung und Auszahlung entscheiden nach Angabe der Allianz weiterhin Menschen.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Schadenmeldung, Fotos, Rechnungen und Gutachten kommen in die Schadenakte, dazu die Vertragsdaten.
Schadenmeldung, Fotos, Rechnungen und Gutachten kommen von Anspruchstellern, Werkstätten und Sachverständigen. Das System wertet Fotos des Schadens zusammen mit Rechnungen, Gutachten und Vertragsdaten aus.
Das System liest die Unterlagen, wertet die Bilder aus, gleicht den Anspruch mit der Police ab und schätzt die Schadenhöhe.
Das System ordnet Meldungen und Unterlagen einem Schadenfall zu und extrahiert oder bewertet relevante Angaben. Daraus können eine Priorisierung, eine Prüfungsempfehlung oder ein Bearbeitungsvorschlag entstehen. Die Auszahlung oder Ablehnung ist ein weiterer Prozessschritt mit eigenen Regeln und Freigaben.
Das System schlägt eine Regulierung vor, markiert Unstimmigkeiten und entwirft bei Bedarf Schreiben an Beteiligte.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Über Deckung und Auszahlung entscheidet die Sachbearbeitung.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
8 zuerst zu prüfen30 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 8 zuerst zu prüfen, 30 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Grundlage für jedes KI-System
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Dokumentensammlung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Werkzeuge und Schnittstellen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Vorhanden
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Intelligente Dokumentenverarbeitung (IDP)
Ordnet eingehende Schreiben zu und überträgt Angaben, ohne den Anspruch zu prüfen
Risikobewertung und Tarifierung in der Lebens- und Krankenversicherung
Bewertet vor Vertragsschluss das Risiko einer Person und leitet den Beitrag ab
Schadenmeldung, Fotos, Rechnungen und Gutachten kommen von Anspruchstellern, Werkstätten und Sachverständigen. Schadenakten nennen Versicherte, Geschädigte, Zeugen und Kennzeichen.
Sprachmodelle und Bilderkennung stammen in der Regel von einem Anbieter.
Je nach Aufbau holt das System die Bedingungen und Vereinbarungen des Vertrags aus einem Dokumentbestand, um den Anspruch zu prüfen. Modelle für die Schadenhöhe lernen oft aus eigenen Schadenfällen, Sprachmodelle werden meist unverändert genutzt.
Ob das System kleine Schäden selbst zur Auszahlung freigibt oder nur einen Vorschlag vorlegt, legt der Versicherer fest. Bei einem Clouddienst verlassen Schadenakten und Fotos die eigene Umgebung.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 45 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Außerdem prüfen: ob das System Gruppen benachteiligt
Prüfen Sie, ob Auswahl, Rangfolge oder Bewertung Menschen mit geschützten Merkmalen benachteiligen, etwa nach Geschlecht, Alter oder Herkunft.
Wer einen Schaden meldet, bestimmt Fotos und Unterlagen selbst. Ein bearbeitetes Foto oder eine Rechnung, die nicht zum Bild passt, kann die geschätzte Schadenhöhe nach oben treiben.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Wer täglich viele Regulierungsvorschläge freigibt, winkt sie irgendwann nur noch durch. Übersieht das System eine Unstimmigkeit, bemerkt sie dann auch in der Sachbearbeitung niemand.
Unsicherer Umgang mit Modellausgaben
Der Vorschlag geht mit Betrag und Deckungsprüfung direkt ins Schadensystem. Übernimmt es einen falschen Betrag ungeprüft, zahlt der Versicherer zu viel oder zu wenig aus.
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Denial-of-Service auf das Modell
Aufwendige oder massenhafte Eingaben können die Rechenleistung des Modells erschöpfen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Exfiltration aus der ML-Anwendung
Schutzbedürftige Daten können über Werkzeuge, Netzverbindungen, Speicher oder Innentäter abfließen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 30 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 30. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Ein Sprachmodell fasst Unterlagen zusammen und entwirft Schreiben, eine reine Bildauswertung für Hagelschäden liefert nur Werte.
Wenn ja, kommt hinzu
Entwirft das System E-Mails an Gutachter oder Anspruchsteller, erreichen seine Texte Menschen außerhalb der Sachbearbeitung.
Wenn ja, kommt hinzu
Ein Sprachmodell folgt Anweisungen, auch solchen, die in einer eingereichten Rechnung oder Schadenschilderung stehen.
Wenn ja, kommt hinzu
Je nach Aufbau holt das System die Bedingungen und Vereinbarungen des Vertrags aus einem Dokumentbestand, um den Anspruch zu prüfen.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Ob das System kleine Schäden selbst zur Auszahlung freigibt oder nur einen Vorschlag vorlegt, legt der Versicherer fest.
Wenn ja, kommt hinzu
Modelle für die Schadenhöhe lernen oft aus eigenen Schadenfällen, Sprachmodelle werden meist unverändert genutzt.
Wenn ja, kommt hinzu
Eine Schätzung der Schadenhöhe lernt aus regulierten Fällen mit bekanntem Betrag, ein Sprachmodell braucht das nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Korrekturen der Sachbearbeitung können als neue Lernbeispiele zurückfließen.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Bei einem Sprachmodell aus der Cloud kostet jede ausgewertete Schadenakte Geld.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Laden Versicherte Fotos und Unterlagen selbst in einem Schadenportal hoch, erreicht das System Menschen außerhalb des Versicherers.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass seit dem 2. August 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass seit dem 2. August 2026.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn das System Schreiben an Anspruchsteller oder Gutachter erzeugt, die über eine unterstützende Bearbeitung vorhandener Texte hinausgehen.
Gilt seit dem 2. August 2026.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn ein großes Sprachmodell oder ein anderes Allzweckmodell eines fremden Anbieters die Unterlagen auswertet oder Schreiben entwirft.
Gilt seit dem 2. August 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Die Schadenbearbeitung prüft einen eingetretenen Schaden und bewertet weder das Risiko noch den Preis einer Lebens- oder Krankenversicherung.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Allianz, KI bei der Allianz: Schneller zur korrekten Auszahlung, 4. Februar 2025 Nach Angabe des Betreibers
Die Allianz beschreibt einen Assistenten mit großen Sprachmodellen, der Unterlagen und Bilder mit der Police abgleicht, während Fachleute über Deckung und Auszahlung entscheiden.
EIOPA, Report on the digitalisation of the European insurance sector, 2024
Im Jahr 2023 nutzten 50 Prozent der befragten Schaden- und Unfallversicherer und 24 Prozent der befragten Lebensversicherer KI.
procontra, Schaden, Posteingang, Kundenservice: So setzen Versicherer KI ein Nach Angabe des Betreibers
Acht von zehn befragten Versicherern setzen KI bereits in der Schadenbearbeitung ein: Allianz, Alte Leipziger, Axa, Ergo, R+V, VHV, VKB und Volkswohl Bund.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind