Eingabedaten und Informationsquellen
Jede Eingabe stammt von Menschen außerhalb der Organisation. Anrufende und Schreibende nennen Namen, Kundennummern, Anschriften und ihr Anliegen.
Englisch: Customer service chatbot, voicebot
Ein Bot beantwortet Anliegen von Kundinnen und Kunden oder Bürgerinnen und Bürgern im Chat oder am Telefon selbst und gibt schwierige Fälle an Menschen ab.
Den Anwendungsfall verstehen
Telekommunikationsanbieter, Zahlungsdienste und Verwaltungen setzen solche Bots ein. Laut BaFin gehören Chatbots zu den häufigsten KI-Anwendungen der Banken.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Eine Kundin schreibt im Chatfenster oder ruft an und schildert ihr Anliegen in eigenen Worten.
Jede Eingabe stammt von Menschen außerhalb der Organisation. Anrufende und Schreibende nennen Namen, Kundennummern, Anschriften und ihr Anliegen.
Der Bot erkennt das Anliegen, sucht die passende Auskunft und ruft bei Bedarf Kundendaten ab.
Das System verarbeitet eine Nachricht oder wandelt gesprochene Sprache zunächst in Text um. Dialogsteuerung und gegebenenfalls eine Wissenssuche stellen Kontext bereit; das Modell erzeugt die Antwort. Ein Voicebot wandelt diese anschließend wieder in Sprache um. Zugriffe auf Kundendaten oder Buchungssysteme sind zusätzliche Funktionen.
Der Bot antwortet schriftlich oder mit synthetischer Stimme, erledigt einfache Vorgänge oder verbindet mit einem Menschen.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Die Kundin handelt nach der Auskunft, und Zusagen des Bots können den Betreiber binden.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
15 zuerst zu prüfen23 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 15 zuerst zu prüfen, 23 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Inhalte Dritter: Vorhanden
Zuerst prüfen
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Dokumentensammlung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Gedächtnis: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Werkzeuge und Schnittstellen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Hängt von Ihrem System ab
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Erledigt Anliegen selbst in mehreren Schritten, mit eigenen Rechten in Fachanwendungen
KI-Wissensassistent (Enterprise Search)
Beantwortet Fragen von Beschäftigten aus einem internen Dokumentbestand
Intelligente Dokumentenverarbeitung (IDP)
Leitet schriftliche Anliegen nur an die zuständige Stelle weiter, ohne sie zu beantworten
Jede Eingabe stammt von Menschen außerhalb der Organisation. Anrufende und Schreibende nennen Namen, Kundennummern, Anschriften und ihr Anliegen.
Sprachmodell und Spracherkennung stammen in der Regel von Anbietern; in Amsterdam ist es PolyAI.
Viele Bots suchen Antworten in einer Wissensdatenbank mit Fragen und Antworten oder in Hilfeseiten. Manche Bots greifen auf frühere Gespräche mit derselben Person zurück.
Manche Bots rufen Kundendaten ab, prüfen Störungen oder buchen Termine über Schnittstellen. Ändert der Bot Tarife, Adressen oder Termine selbst, verändert er Kundendaten; andere Bots geben nur Auskunft.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 45 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Jemand schreibt dem Bot, er solle seine Vorgaben vergessen und einen Rabatt bestätigen. Folgt der Bot, steht eine Zusage im Gesprächsverlauf, auf die sich die Person berufen kann.
Unsicherer Umgang mit Modellausgaben
Die Antwort des Bots erreicht die Kundin direkt und ungeprüft. Nennt er eine falsche Frist oder Erstattungsregel, handelt sie danach, und der Betreiber muss dafür einstehen, wie im Fall Air Canada.
Cost Harvesting / Zweckentfremdung
Der Bot ist ohne Anmeldung erreichbar und ruft bei jeder Nachricht ein kostenpflichtiges Sprachmodell auf. Automatisierte Anfragen in großer Zahl treiben die Kosten oder nutzen den Bot als kostenlosen Zugang zum Modell.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Kundinnen und Kunden halten die Auskunft des Bots für verbindlich, weil er im Namen des Unternehmens spricht. Beschäftigte übernehmen seine Zusammenfassung des Anliegens, ohne das Gespräch nachzulesen.
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Sleepy Agent (zeit-/ereignisgetriggerte verdeckte Instruktionen)
Ein Modell, das Anweisungen befolgt, kann sein Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt oder bei einem bestimmten Ereignis ändern.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Wer das Modell abfragen kann, kann es mit vielen Abfragen nachbauen. Selbst trainierte Gewichte lassen sich über den Netzzugang stehlen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Steht in einem Dokument oder Werkzeugergebnis eine Anweisung, kann das Modell sie wie eine eigene Arbeitsanweisung befolgen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Wer das System Inhalte erzeugen lässt, kann versuchen, die vorgesehenen Grenzen zu umgehen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Geschickte Abfragen können die Arbeitsanweisungen des Systems offenlegen. Sie dürfen deshalb keine Geheimnisse enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Denial-of-Service auf das Modell
Aufwendige oder massenhafte Eingaben können die Rechenleistung des Modells erschöpfen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Denial-of-Service auf die Anwendung
Ist die Anwendung über das Netz erreichbar, können massenhafte Anfragen sie lahmlegen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Gezielte Abfragen können verraten, wie das Modell gebaut und geschützt ist.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 23 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 23. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Ältere Bots wählen vorformulierte Antworten aus; Bots mit Sprachmodell formulieren selbst, wie es die Telekom für „Frag Magenta“ angibt.
Wenn ja, kommt hinzu
Voicebots sprechen oft mit einer synthetischen Stimme.
Wenn ja, kommt hinzu
Ist der Bot auf freigegebene Auskünfte beschränkt, gestaltet er keine freien Inhalte; ein frei antwortendes Sprachmodell schon.
Wenn ja, kommt hinzu
Viele Bots suchen Antworten in einer Wissensdatenbank mit Fragen und Antworten oder in Hilfeseiten.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Bots greifen auf frühere Gespräche mit derselben Person zurück.
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Bots rufen Kundendaten ab, prüfen Störungen oder buchen Termine über Schnittstellen.
Wenn ja, kommt hinzu
Ändert der Bot Tarife, Adressen oder Termine selbst, verändert er Kundendaten; andere Bots geben nur Auskunft.
Wenn ja, kommt hinzu
Bei Banken und Versicherern geht es um Konten und Verträge, bei Behörden um Leistungen und Verfahren.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Die Erkennung von Anliegen lernt oft aus Beispielsätzen, denen jemand das richtige Anliegen zugeordnet hat.
Wenn ja, kommt hinzu
Abgebrochene oder weitergeleitete Gespräche dienen oft als Material, um den Bot zu verbessern.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass seit dem 2. August 2025.
Bei typischem Einsatz Prüfanlass seit dem 2. August 2026.
Je nach Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn Kundinnen und Kunden oder Bürgerinnen und Bürger mit dem Bot schreiben oder telefonieren und nicht offensichtlich ist, dass eine KI antwortet.
Gilt seit dem 2. August 2026.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn der Bot für eine Behörde prüft, ob jemand eine öffentliche Leistung erhält, statt nur Auskunft zu geben oder weiterzuleiten.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn Ihre Organisation den Bot selbst baut und dafür ein großes Sprachmodell oder ein anderes Allzweckmodell eines fremden Anbieters verwendet.
Gilt seit dem 2. August 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Der Bot beantwortet Anliegen im Gespräch und plant keine eigenen Arbeitsschritte in Fachanwendungen.
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
Deutsche Telekom, Unser Chatbot hilft rund um die Uhr Nach Angabe des Betreibers
Nach Angabe der Telekom sind Chatbot und Sprachportal im Betrieb und nutzen generative KI.
Klarna, Pressemitteilung vom 27. Februar 2024 Nach Angabe des Betreibers
Nach eigener Angabe führte der KI-Assistent von Klarna im ersten Monat 2,3 Millionen Gespräche mit Kundinnen und Kunden.
UK Algorithmic Transparency Record, DVLA Contact Centre Chatbot service
Die britische Zulassungsbehörde für Fahrzeuge und Führerscheine betreibt einen Chatbot auf ihrer Website.
Algoritmeregister NL, PolyAI Voicebot, Gemeente Amsterdam
Ein Voicebot erkennt das Anliegen von Anrufenden und leitet sie weiter.
BaFin, Risiken im Fokus 2026: Digitalisierung
Die BaFin zählt den Kundenservice mit Chatbots zu den häufigsten KI-Anwendungen der Banken.
AI Incident Database, Incident 639 (Air Canada)
Air Canada musste für eine falsche Auskunft seines Chatbots einstehen.
Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC), AI Watch: Beyond pilots (JRC126665)
Chatbots und virtuelle Agenten gehören zu den häufigsten KI-Anwendungen im öffentlichen Sektor.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind