Eingabedaten und Informationsquellen
Kameras an der Linie können auch Beschäftigte aufnehmen. Prüfbilder und Fehlerdaten zeigen Konstruktion und Fertigungsstand und können Geschäftsgeheimnisse sein.
Englisch: AI-based visual inspection
Kameras oder Mikrofone nehmen Bauteile und Produkte an der Fertigungslinie auf, und ein Modell prüft sie auf Fehler, Vollständigkeit und die richtige Variante.
Den Anwendungsfall verstehen
Das Modell lernt aus Aufnahmen, auf denen Fachleute gute und fehlerhafte Teile gekennzeichnet haben, und prüft danach jedes Teil im Takt der Linie. Die BMW Group prüft so nach eigener Angabe in ihren Werken, in Dingolfing auch am Fahrgeräusch, und Audi hat die Erkennung von Rissen in Blechteilen erprobt.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Kameras, Mikrofone oder andere Sensoren nehmen jedes Teil an der Linie auf.
Manche Prüfstationen werten Bild und Ton gemeinsam aus. Kameras an der Linie können auch Beschäftigte aufnehmen.
Ein Modell vergleicht die Aufnahme mit dem, was es aus gekennzeichneten Beispielen gelernt hat.
Das Modell vergleicht Bild- oder Tonsignale eines Produkts mit erlernten oder vorgegebenen Qualitätsmerkmalen. Daraus entstehen eine Klassifikation oder markierte Auffälligkeiten. Ob ein Produkt ausgesondert wird, entscheidet die nachgelagerte Prüf- oder Anlagensteuerung anhand ihrer Regeln.
Das Ergebnis lautet „in Ordnung“ oder nennt Fehler, fehlende Teile oder eine falsche Variante.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Fehlerhafte Teile werden nachgeprüft, nachgearbeitet oder aussortiert, alle anderen gehen in die Montage oder an den Kunden.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
5 zuerst zu prüfen12 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 5 zuerst zu prüfen, 12 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance)
Überwacht den Zustand von Maschinen und Anlagen statt der gefertigten Teile
Intelligente Videoanalyse im öffentlichen Raum
Wertet Kamerabilder von Vorgängen im öffentlichen Raum aus
KI in der medizinischen Bildauswertung
Wertet Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen von Patientinnen und Patienten aus
Kameras an der Linie können auch Beschäftigte aufnehmen. Prüfbilder und Fehlerdaten zeigen Konstruktion und Fertigungsstand und können Geschäftsgeheimnisse sein.
Neben eigenen Entwicklungen gibt es Prüfsysteme von Anbietern, deren Modelle schon vortrainiert sind.
Die Prüfmodelle lernen mit Aufnahmen der eigenen Bauteile, und Audi hat sein System selbst entwickelt. Was Beschäftigte bei der Nachprüfung feststellen, kann als neues Lernbeispiel zurückfließen.
Je nach Einbindung sperrt das System ein Teil im Fertigungsleitsystem selbst oder markiert es nur zur Nachprüfung. Steuert das Prüfsystem eine Weiche oder einen Greifer, der fehlerhafte Teile aussortiert, greift es unmittelbar in die Linie ein.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 24 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Eine neue Variante, ein anderer Lieferant oder anderes Licht verändern die Aufnahmen, das Modell aber wurde nicht neu trainiert. Die Prüfung lässt dann Fehler durch oder sortiert gute Teile aus.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Wer Zugriff auf die Trainingsdaten hat, kann einzelne Fehlerbilder gezielt als „in Ordnung“ kennzeichnen. Das Modell lässt genau diesen Fehler dann durch, und die Teile gelangen unbemerkt in die Montage oder zum Kunden.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Wer sich darauf verlässt, dass die Kamera jeden Fehler findet, lässt Stichproben von Hand schnell weg. Fehlerarten, die das Modell nie gesehen hat, bleiben so unentdeckt.
Über eigenes Training oder Rückmeldungen aus dem Betrieb können manipulierte Daten in die Lerndaten gelangen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 12 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 12. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Je nach Einbindung sperrt das System ein Teil im Fertigungsleitsystem selbst oder markiert es nur zur Nachprüfung.
Wenn ja, kommt hinzu
Kameras an der Linie können auch Beschäftigte aufnehmen.
Wenn ja, kommt hinzu
Prüfbilder und Fehlerdaten zeigen Konstruktion und Fertigungsstand und können Geschäftsgeheimnisse sein.
Wenn ja, kommt hinzu
Steuert das Prüfsystem eine Weiche oder einen Greifer, der fehlerhafte Teile aussortiert, greift es unmittelbar in die Linie ein.
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Prüfstationen werten Bild und Ton gemeinsam aus.
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Eine Prüfung am Bandende, die nur Fehler meldet, ist in der Regel kein Sicherheitsbauteil der Maschine. Anders kann es sein, wenn sie in die Maschinensteuerung eingreift.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Kann man dem System in normaler Sprache Aufträge geben, die es dann ausführt?
Das Prüfsystem wertet Aufnahmen aus und nimmt keine Aufträge in normaler Sprache entgegen.
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Verarbeitet das System Inhalte, die Außenstehende verfasst oder verändert haben können, etwa E-Mails, Uploads oder Webseiten?
Die Aufnahmen stammen aus eigenen Kameras und Mikrofonen an der Linie.
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
BMW Group, AIQX: Künstliche Intelligenz in der Qualitätsprüfung, 27. November 2023 Nach Angabe des Betreibers
Die BMW Group beschreibt den Einsatz von AIQX in ihren Werken, in Dingolfing auch für die Prüfung von Geräuschen.
automobil-produktion.de, Pressteile: Audi fahndet mit Machine Learning nach Rissen, 15. Oktober 2018
Der Bericht beschreibt ein Pilotprojekt im Presswerk Ingolstadt.
Statistisches Bundesamt, Unternehmen, die KI-Technologien nutzen, 2025
Von den Unternehmen, die KI nutzen, setzen 17 Prozent Bilderkennung ein.
Plattform Lernende Systeme, KI-Landkarte
Die KI-Landkarte führt die Qualitätskontrolle als eigenes Anwendungsfeld.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind