Eingabedaten und Informationsquellen
Betriebsdaten können Rückschlüsse auf das Bedienpersonal zulassen, im Fuhrpark auch auf Fahrerinnen und Fahrer. Anlagen- und Produktionsdaten können Geschäftsgeheimnisse sein.
Englisch: Predictive maintenance and condition monitoring
Aus Sensor- und Betriebsdaten erkennt das System, dass eine Maschine oder Anlage auszufallen droht, sodass sich die Wartung rechtzeitig planen lässt.
Den Anwendungsfall verstehen
Das Modell lernt, wie sich eine Anlage im Normalbetrieb verhält, meldet Abweichungen oder schätzt, wann ein Bauteil versagen wird. Die Deutsche Bahn überwacht so ihre Weichen, und die Stadt Utrecht plant auf diese Weise die Wartung ihres Fuhrparks.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Sensoren und Steuerungen liefern laufend Messwerte wie Schwingung, Temperatur, Stromaufnahme oder Schaltzeiten.
Manche Systeme werten Schwingung, Temperatur, Ton und Bild gemeinsam aus. Betriebsdaten können Rückschlüsse auf das Bedienpersonal zulassen, im Fuhrpark auch auf Fahrerinnen und Fahrer.
Ein Modell vergleicht die Werte mit dem gelernten Normalbetrieb und schätzt, ob und wann ein Ausfall droht.
Das Modell verarbeitet Messwerte und Betriebsverläufe einer Anlage und erkennt Abweichungen oder schätzt einen künftigen Wartungsbedarf. Die Schätzung wird mit Wartungsregeln und verfügbaren Ressourcen verbunden. Ein Hinweis auf Verschleiß und ein tatsächlich ausgelöster Wartungsauftrag sind verschiedene Prozessschritte.
Auffällige Anlagen erscheinen als Meldung, dazu ein Vorschlag für den Wartungszeitpunkt.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Mit der Warnung plant die Instandhaltung Einsatz und Ersatzteile. Ohne Warnung läuft die Anlage bis zum nächsten festen Prüftermin.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
4 zuerst zu prüfen14 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 4 zuerst zu prüfen, 14 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Visuelle und akustische Qualitätsprüfung
Prüft gefertigte Bauteile und Produkte statt des Zustands der Anlage
KI-gestützte Angriffserkennung
Sucht in Netzwerk-, Konten- und E-Mail-Daten nach Spuren von Angriffen
Betriebsdaten können Rückschlüsse auf das Bedienpersonal zulassen, im Fuhrpark auch auf Fahrerinnen und Fahrer. Anlagen- und Produktionsdaten können Geschäftsgeheimnisse sein.
Manche Betreiber entwickeln die Modelle selbst, andere nutzen die Plattform eines Anbieters.
Modelle für einzelne Anlagen lernen in der Regel aus deren eigenen Messreihen. Meldet die Instandhaltung zurück, ob eine Warnung berechtigt war, kann das Modell daraus lernen.
Je nach Einbindung legt das System Wartungsaufträge im Instandhaltungssystem selbst an oder schlägt sie nur vor. Läuft die Plattform in der Cloud, verlassen Anlagendaten die eigene Umgebung.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 25 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Nach einem Umbau, einem Teiletausch oder bei Frost ändern sich die Messwerte, ohne dass ein Schaden droht. Bis das Modell neu angepasst ist, meldet es Fehlalarme oder übersieht echte Abweichungen.
Die Messreihen, aus denen das Modell lernt, laufen über Steuerungen und Netze der Anlage. Wer sie unbemerkt verändert, kann dem Modell einen schadhaften Zustand als normal beibringen, und die Warnung bleibt später aus.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Verlässt sich die Instandhaltung auf die Vorhersage und streckt deshalb die festen Prüfintervalle, fällt ein Schaden, den kein Sensor erfasst, erst beim Ausfall auf. An Weichen oder Energieanlagen stört das den Betrieb und kann Menschen gefährden.
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 14 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 14. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Je nach Einbindung legt das System Wartungsaufträge im Instandhaltungssystem selbst an oder schlägt sie nur vor.
Wenn ja, kommt hinzu
Betriebsdaten können Rückschlüsse auf das Bedienpersonal zulassen, im Fuhrpark auch auf Fahrerinnen und Fahrer.
Wenn ja, kommt hinzu
Anlagen- und Produktionsdaten können Geschäftsgeheimnisse sein.
Wenn ja, kommt hinzu
Eine Anomalieerkennung kommt ohne gekennzeichnete Beispiele aus, eine Ausfallvorhersage lernt dagegen aus dokumentierten Schäden.
Wenn ja, kommt hinzu
Meldet die Instandhaltung zurück, ob eine Warnung berechtigt war, kann das Modell daraus lernen.
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Systeme werten Schwingung, Temperatur, Ton und Bild gemeinsam aus.
Wenn ja, kommt hinzu
Plant das System Wartungsfenster selbst, verfolgt es ein Ziel wie hohe Verfügbarkeit oder niedrige Kosten.
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Läuft die Plattform in der Cloud, verlassen Anlagendaten die eigene Umgebung.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Je nach Einsatz Prüfanlass ab dem 2. August 2028.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn das System als Sicherheitsbauteil beim Betrieb von Anlagen der Strom-, Gas-, Wärme- oder Wasserversorgung wirkt, etwa wenn seine Warnungen über den sicheren Weiterbetrieb entscheiden.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn das System an Bahnanlagen wie Weichen als Sicherheitsbauteil wirkt. Für die Schiene gilt dann Anhang I Abschnitt B mit dem Eisenbahnrecht, nicht Anhang III Nr. 2.
Gilt ab dem 2. August 2028.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Das System gibt Zustandswerte, Warnungen und Wartungstermine aus, aber keine Texte.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Kann man dem System in normaler Sprache Aufträge geben, die es dann ausführt?
Die Vorhersage rechnet mit Messwerten und nimmt keine Aufträge in normaler Sprache entgegen.
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Verarbeitet das System Inhalte, die Außenstehende verfasst oder verändert haben können, etwa E-Mails, Uploads oder Webseiten?
Die Messwerte stammen aus eigenen Sensoren und Steuerungen.
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
DB Engineering & Consulting, Predictive Maintenance: DIANA analysis and diagnosis platform at DB Netz AG Nach Angabe des Betreibers
Die Projektbeschreibung der Bahntochter nennt über 40.000 angebundene Sensoren an Weichenantrieben und als Zweck der Plattform die Vorhersage von Ausfällen.
Algoritmeregister NL, Onderhoud wagenpark, Gemeente Utrecht
Der Eintrag beschreibt einen Algorithmus im Einsatz, der aus Fahrzeug- und Wartungsdaten den Wartungstermin bestimmt, über den Beschäftigte der Stadt entscheiden.
Siemens, Pressemitteilung zu Senseye Predictive Maintenance, 5. Februar 2024 Nach Angabe des Herstellers
Der Hersteller kündigt an, seine Lösung um generative KI zu erweitern, die künftig beim Unternehmen BlueScope zum Einsatz kommen soll.
OECD, Framework for the Classification of AI Systems, 2022, Anhang A
Das Rahmenwerk zählt die vorausschauende Wartung zu den Hauptanwendungen von KI.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind