Eingabedaten und Informationsquellen
E-Mails und Netzwerkverkehr stammen auch von Angreifern, die gezielt auf die Erkennung einwirken. Protokolle zeigen, wer wann mit wem kommuniziert und sich wo anmeldet.
Englisch: AI-based threat detection
Das System lernt, wie sich Netzwerk, Geräte, Konten und E-Mail-Verkehr normalerweise verhalten, und meldet Abweichungen, die auf Angriffe, Phishing oder übernommene Konten hindeuten.
Den Anwendungsfall verstehen
Dafür wertet es Verbindungs-, Anmelde- und E-Mail-Daten aus und legt den Fachleuten im Security Operations Center (SOC) auffällige Vorgänge zur Prüfung vor. Auch Spam- und Phishing-Filter gehören dazu. Bekannt sind Einsätze bei zwei US-Behörden und, nach Angabe des Herstellers, bei einer Bank in Kenia.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Rund um die Uhr kommen Netzwerkverkehr, Anmeldeprotokolle, Gerätemeldungen und E-Mails an.
E-Mails und Netzwerkverkehr stammen auch von Angreifern, die gezielt auf die Erkennung einwirken. Protokolle zeigen, wer wann mit wem kommuniziert und sich wo anmeldet.
Ein Modell vergleicht das Geschehen mit dem gelernten Normalverhalten und bewertet Abweichungen.
Das Modell verarbeitet Ereignisse aus den vorgesehenen Sicherheits- und Betriebsquellen und erkennt verdächtige Muster oder Abweichungen. Anschließend werden Hinweise korreliert und zur Untersuchung priorisiert. Eine Warnung, die Bewertung eines Vorfalls und eine Gegenmaßnahme bilden getrennte Teile des Sicherheitsprozesses.
Auffällige Vorgänge erscheinen als Meldung mit Einstufung, je nach Einrichtung sperrt das System auch Links, Konten oder Verbindungen.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Die Fachleute im Security Operations Center prüfen die Meldungen und reagieren; was das System nicht meldet, bleibt oft unbemerkt.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
7 zuerst zu prüfen16 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 7 zuerst zu prüfen, 16 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Hängt von Ihrem System ab
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Betrugserkennung im Zahlungsverkehr
Prüft Zahlungen auf Betrugsverdacht statt Netzwerk- und E-Mail-Verkehr auf Angriffe
Automatisierte Inhaltsmoderation
Prüft Beiträge von Nutzerinnen und Nutzern auf rechtswidrige oder regelwidrige Inhalte
Vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance)
Sucht in Sensordaten von Maschinen nach Anzeichen eines Ausfalls
E-Mails und Netzwerkverkehr stammen auch von Angreifern, die gezielt auf die Erkennung einwirken. Protokolle zeigen, wer wann mit wem kommuniziert und sich wo anmeldet.
Manche Betreiber entwickeln die Erkennung selbst, andere nutzen Produkte von Sicherheitsanbietern.
Das System lernt das Normalverhalten aus den eigenen Netzwerk-, Konten- und E-Mail-Daten. Bewertungen der Fachleute, ob eine Meldung berechtigt war, können in das Modell zurückfließen.
Manche Systeme sperren Links, Konten oder Verbindungen selbst, andere melden nur. Clouddienste senden Metadaten oder E-Mails zur Auswertung an den Anbieter.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 30 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Angreifer passen Phishing-Mails und Netzwerkverkehr so an, dass sie für das Modell unauffällig wirken. Der Angriff läuft dann an der Erkennung vorbei.
Wer sich früh im Netz festsetzt, dehnt sein Verhalten Schritt für Schritt aus, bis das System es als normal gelernt hat. Ein späterer Datenabfluss löst dann keine Meldung mehr aus.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Meldet das System nichts, gilt ein Netz schnell als sauber, und niemand sucht mehr selbst nach Angreifern. Angriffe, die das Modell nicht als Abweichung erkennt, bleiben so lange unbemerkt.
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaften
Exfiltration aus der ML-Anwendung
Schutzbedürftige Daten können über Werkzeuge, Netzverbindungen, Speicher oder Innentäter abfließen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 16 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 16. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Neuere Werkzeuge fassen Meldungen mit einem Sprachmodell zusammen, die Erkennung selbst schreibt keinen Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Über einen Sprachassistenten können Fachleute das System in normaler Sprache befragen, die Erkennung selbst nimmt keine Aufträge an.
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Systeme sperren Links, Konten oder Verbindungen selbst, andere melden nur.
Wenn ja, kommt hinzu
Phishing-Filter lernen aus gekennzeichneten Beispielen, eine Anomalieerkennung kommt ohne sie aus.
Wenn ja, kommt hinzu
Bewertungen der Fachleute, ob eine Meldung berechtigt war, können in das Modell zurückfließen.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn das System das Verhalten von Beschäftigten überwacht und seine Meldungen in Entscheidungen über deren Beschäftigungsverhältnis einfließen.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Teile, die ausschließlich der Cybersicherheit dienen, gelten nach Erwägungsgrund 55 der KI-Verordnung nicht als Sicherheitsbauteile kritischer Infrastruktur.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
US Federal AI Use Case Inventory 2024, Rohdaten
Die CISA führt „Security Operation Center (SOC) Network Anomaly Detection“ und die Tennessee Valley Authority „Advanced Network Anomaly Detection“ als in Betrieb.
Darktrace, Kundenbericht Bank One Nach Angabe des Herstellers
Der Hersteller beschreibt den Einsatz seiner E-Mail-Erkennung bei einer Bank in Kenia und einen abgewehrten Angriff über das Konto eines Geschäftspartners.
OECD, Framework for the Classification of AI Systems, 2022, Anhang A und Tabelle 5
Das Rahmenwerk zählt die Netzwerksicherheit zu den Hauptanwendungen von KI.
Eurostat, Use of artificial intelligence in enterprises
Die Statistik erfasst die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnik als Einsatzzweck von KI in Unternehmen.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind