Eingabedaten und Informationsquellen
Tickets, fremder Code, Abhängigkeiten und Webseiten, die der Agent liest, können von Fremden stammen. Code-Ablagen, Testdaten und Protokolle können Personenangaben enthalten.
Englisch: AI coding agent
Der Agent übernimmt ganze Programmieraufgaben, arbeitet dafür in der Code-Ablage (Repository) und im Terminal, führt Befehle selbst aus und legt die Änderungen zur Prüfung vor.
Den Anwendungsfall verstehen
Goldman Sachs erprobt einen solchen Agenten, und Nubank hat nach Angabe des Herstellers eine große Codemigration damit erledigt.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Die Aufgabe kommt als Ticket oder Nachricht, dazu liest der Agent die Code-Ablage, die Dokumentation und bei Bedarf Webseiten.
Tickets, fremder Code, Abhängigkeiten und Webseiten, die der Agent liest, können von Fremden stammen. Code-Ablagen, Testdaten und Protokolle können Personenangaben enthalten.
Ein Sprachmodell plant die Schritte, ändert Dateien, führt Befehle und Tests aus und passt sein Vorgehen an die Ergebnisse an.
Das Modell plant Änderungen am Projekt, liest relevante Dateien und ruft freigegebene Entwicklungswerkzeuge auf. Die Ergebnisse von Tests oder anderen Aufrufen werden als Kontext für den nächsten Schritt verwendet. Eine erfolgreich ausgeführte Werkzeugaktion ist dabei von einer fachlich richtigen und freigegebenen Änderung zu unterscheiden.
Am Ende stehen die Änderungen als Entwicklungszweig oder Änderungsantrag mit Beschreibung bereit.
Ein generiertes Ergebnis ist neu formuliert oder erzeugt. Für seine Einordnung muss erkennbar bleiben, auf welchem Auftrag und welchem Kontext es beruht.
Die Befehle wirken schon während der Arbeit in der Entwicklungsumgebung. Nach Prüfung und Zusammenführung geht die Änderung in die ausgelieferte Software.
Durch Schreib- oder Ausführungsrechte kann das System einen Zustand in einer Anwendung verändern. Deshalb sind Modellantwort, Werkzeugaufruf und tatsächlich ausgeführte Änderung getrennt zu betrachten.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
16 zuerst zu prüfen25 zu klären9 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 16 zuerst zu prüfen, 25 zu klären, 9 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Inhalte Dritter: Vorhanden
Zuerst prüfen
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Dokumentensammlung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Gedächtnis: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Weitere KI-Agenten: Hängt von Ihrem System ab
Werkzeuge und Schnittstellen: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Vorhanden
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Schlägt nur Code vor, den Entwicklerinnen und Entwickler selbst prüfen und übernehmen
Erledigt Aufgaben in Büroanwendungen und Fachverfahren statt im Quellcode
Tickets, fremder Code, Abhängigkeiten und Webseiten, die der Agent liest, können von Fremden stammen. Code-Ablagen, Testdaten und Protokolle können Personenangaben enthalten.
Agenten arbeiten mit dem Sprachmodell eines Anbieters.
Viele Agenten durchsuchen Code-Ablage und Dokumentation nach passenden Stellen. Manche Agenten legen Notizen zu Projekt und früheren Aufgaben ab und lesen sie später wieder.
Der Agent ruft Terminal, Versionsverwaltung, Paketmanager und Testwerkzeuge auf. Der Agent ändert Dateien, legt Entwicklungszweige an und stellt Änderungsanträge (Pull Requests).
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 50 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Ein Ticket, eine README-Datei oder eine Webseite, die der Agent liest, enthält versteckte Anweisungen. Der Agent führt sie mit seinen Rechten aus, etwa indem er Dateien löscht oder Zugangsdaten ausliest.
Excessive Agency (übermäßige Handlungsermächtigung)
Darf der Agent in den Hauptzweig, in Zugänge zum laufenden Betrieb oder in Cloudkonten schreiben, richtet ein Fehlgriff Schaden außerhalb der Entwicklungsumgebung an. Eine Änderung, die ohne Prüfung zusammengeführt wird, landet so direkt im laufenden Betrieb.
Ein uneingeschränkter Terminalzugang erlaubt dem Agenten jeden Befehl, den auch die angemeldete Person ausführen darf. Fehlen eine abgeschottete Umgebung und eine Liste erlaubter Befehle, lässt sich ein Fehlgriff kaum begrenzen.
Exfiltration aus der ML-Anwendung
Der Agent darf Netzwerkverbindungen öffnen und Befehle ausführen. Eine eingeschleuste Anweisung kann ihn dazu bringen, Quellcode oder Geheimnisse an eine fremde Adresse zu senden.
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Sleepy Agent (zeit-/ereignisgetriggerte verdeckte Instruktionen)
Ein Modell, das Anweisungen befolgt, kann sein Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt oder bei einem bestimmten Ereignis ändern.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Nutzerinnen und Nutzer können mit ihren Eingaben die Arbeitsanweisungen des Systems aushebeln.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Wer das System Inhalte erzeugen lässt, kann versuchen, die vorgesehenen Grenzen zu umgehen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Geschickte Abfragen können die Arbeitsanweisungen des Systems offenlegen. Sie dürfen deshalb keine Geheimnisse enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Denial-of-Service auf das Modell
Aufwendige oder massenhafte Eingaben können die Rechenleistung des Modells erschöpfen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Erzeugter Code kann Schadfunktionen enthalten oder helfen, solche zu entwickeln.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Faktische Fehler (Halluzinationen)
Erzeugte Texte können Tatsachen erfinden oder beim Umformulieren verfälschen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Misalignment (Fehlausrichtung)
Die vorgegebene Kennzahl kann sich verbessern, während das eigentliche fachliche Ziel verfehlt wird.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Plant und handelt das System in mehreren Schritten, kann sich ein Fehler von Schritt zu Schritt verstärken.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 25 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 25. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Neben Code beantwortet der Agent je nach Einrichtung auch freie Fragen.
Wenn ja, kommt hinzu
Viele Agenten durchsuchen Code-Ablage und Dokumentation nach passenden Stellen.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Agenten legen Notizen zu Projekt und früheren Aufgaben ab und lesen sie später wieder.
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Agenten verteilen Teilaufgaben an weitere Agenten und übernehmen deren Ergebnisse.
Wenn ja, kommt hinzu
Agenten werden häufig über das Model Context Protocol (MCP) an weitere Werkzeuge und Datenquellen angebunden.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Angenommene und abgelehnte Änderungen können beim Anbieter in die Weiterentwicklung einfließen.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass seit dem 2. August 2025.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn ein großes Sprachmodell oder ein anderes Allzweckmodell eines fremden Anbieters in einem Agenten steckt, den Sie selbst anbieten.
Gilt seit dem 2. August 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
CNBC, Goldman Sachs is piloting its first autonomous coder in major AI milestone for Wall Street, 11. Juli 2025 Nach Angabe des Betreibers
Der Bericht stammt nicht vom Hersteller und beschreibt, wie eine Bank einen Coding-Agenten erprobt.
Cognition, Kundenbericht Nubank Nach Angabe des Herstellers
Der Hersteller beschreibt, wie der Agent bei Nubank eine Migration von Datenklassen aus einem großen ETL-System übernahm.
MITRE ATLAS, atlas-data CHANGELOG
Die Fallstudien AML.CS0047, AML.CS0067 und AML.CS0069 schildern Schadanweisungen in Amazon Q für VS Code, offengelegte Geheimnisse und eine Spionagekampagne mit Claude Code.
OWASP GenAI Security Project, OWASP Top 10 for Agentic Applications 2026
Die Liste führt unerwartete Codeausführung (ASI05) und den Missbrauch von Werkzeugen (ASI02) als eigene Risiken agentischer Anwendungen.
Anthropic, Disrupting the first reported AI-orchestrated cyber espionage campaign, November 2025 Nach Angabe des Herstellers
Der Modellanbieter berichtet, dass Angreifer seinen Programmieragenten Claude Code missbrauchten, um Angriffe auf rund 30 Ziele weitgehend selbstständig auszuführen.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind