Eingabedaten und Informationsquellen
Die Antworten schreiben oder sprechen die Prüflinge selbst. Jede Antwort ist einem Prüfling mit Namen und Prüfungsnummer zugeordnet.
Englisch: Automated scoring of exams and essays
Ein Modell bewertet schriftliche oder mündliche Prüfungsantworten und vergibt Punkte, allein oder neben menschlichen Prüferinnen und Prüfern.
Den Anwendungsfall verstehen
Das Modell hat an Antworten gelernt, die Menschen bereits bewertet haben, und schätzt daraus die Punktzahl einer neuen Antwort. Große internationale Prüfungsanbieter nutzen es nach eigener Angabe für Zulassungs- und Sprachtests.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Schriftliche Antworten oder Sprachaufnahmen der Prüflinge kommen zusammen mit der Aufgabe an.
Die Antworten schreiben oder sprechen die Prüflinge selbst. Werden Sprech- und Schreibteile gemeinsam bewertet, verarbeitet das System Ton und Text.
Das Modell misst Merkmale wie Aufbau, Wortschatz, Grammatik oder Aussprache und schätzt daraus die Punktzahl.
Das Modell bewertet Merkmale einer eingereichten Leistung anhand eines festgelegten Bewertungsschemas oder erlernter Vergleichsmuster. Daraus entstehen Teilbewertungen, Rückmeldungen oder ein Notenvorschlag. Entscheidend ist, welche Leistungsaspekte das Verfahren tatsächlich erfasst und wie daraus eine Bewertung gebildet wird.
Das Modell vergibt eine Punktzahl je Antwort oder Prüfungsteil.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Die Punktzahl geht allein oder zusammen mit menschlichen Bewertungen in das Prüfungsergebnis ein und entscheidet mit über Zulassung oder Nachweis.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
7 zuerst zu prüfen15 zu klären7 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 7 zuerst zu prüfen, 15 zu klären, 7 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Betroffene Person: Vorhanden
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Überwacht das Verhalten der Prüflinge während der Prüfung
Die Antworten schreiben oder sprechen die Prüflinge selbst. Jede Antwort ist einem Prüfling mit Namen und Prüfungsnummer zugeordnet.
Nutzt eine Hochschule oder Schule ein fertiges Bewertungsmodell, stammt es von einem anderen Anbieter.
Die Prüfungsanbieter trainieren ihre Modelle mit eigenen, bereits bewerteten Prüfungsantworten. Neue Bewertungen durch Menschen können als Lernbeispiele für die nächste Fassung dienen.
Beim PTE Academic geht der maschinelle Wert ohne menschliche Prüferinnen und Prüfer in das Ergebnis ein, beim e-rater ergänzt er menschliche Bewertungen.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 29 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Außerdem prüfen: ob das System Gruppen benachteiligt
Prüfen Sie, ob Auswahl, Rangfolge oder Bewertung Menschen mit geschützten Merkmalen benachteiligen, etwa nach Geschlecht, Alter oder Herkunft.
Prüflinge lernen, welche Merkmale die Punktzahl heben, etwa Länge, seltene Wörter oder bestimmte Satzmuster. Das System vergibt dann gute Werte für Antworten, die inhaltlich schwach sind.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Das Modell übernimmt die Maßstäbe der Menschen, von deren Bewertungen es gelernt hat. Haben sie etwa Prüflinge mit einem bestimmten Akzent strenger bewertet, macht das System bei allen so weiter.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Sieht eine Zweitprüferin den maschinellen Wert vorab, orientiert sie sich leicht daran. Die menschliche Bewertung prüft den Wert dann nicht mehr unabhängig.
Über eigenes Training oder Rückmeldungen aus dem Betrieb können manipulierte Daten in die Lerndaten gelangen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Über Trainingsdaten oder ein übernommenes Grundmodell kann das Modell versteckte Auslöser für Fehlverhalten enthalten.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Mit gezielten Abfragen lassen sich personenbezogene und schutzbedürftige Trainingsdaten teilweise aus dem Modell zurückgewinnen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Offenlegung sensibler Informationen
Vertrauliche Inhalte können in Antworten, im mitgegebenen Kontext oder in Protokollen auftauchen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 15 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Zwei davon sind hier besonders wichtig und stehen deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 15. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Bewertet ein Sprachmodell die Antworten, folgt es auch Anweisungen, die ein Prüfling in seine Antwort schreibt.
Wenn ja, kommt hinzu
Beim PTE Academic geht der maschinelle Wert ohne menschliche Prüferinnen und Prüfer in das Ergebnis ein, beim e-rater ergänzt er menschliche Bewertungen.
Wenn ja, kommt hinzu
Prüfungsergebnisse sind vertraulich, und mündliche Antworten enthalten die Stimme der Prüflinge.
Wenn ja, kommt hinzu
Werden Sprech- und Schreibteile gemeinsam bewertet, verarbeitet das System Ton und Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Lassen Lehrkräfte Aufsätze in einem frei verfügbaren Chatdienst bewerten, geschieht das außerhalb jeder Freigabe.
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Für jedes KI-System Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Je nach Einsatz Prüfanlass seit dem 2. August 2025.
Bei typischem Einsatz Prüfanlass ab dem 2. Dezember 2027.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn das System Lernergebnisse bewertet, etwa Aufsätze oder Sprechleistungen in einer Prüfung, von der Zulassung oder Abschluss abhängen.
Gilt ab dem 2. Dezember 2027.
Die Pflichten im Einzelnen
Greift, wenn ein großes Sprachmodell oder ein anderes Allzweckmodell eines fremden Anbieters die Antworten bewertet.
Gilt seit dem 2. August 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Schreibt das System eigene Texte, etwa Antworten, Entwürfe oder Zusammenfassungen?
Das System vergibt Punkte und schreibt keine Rückmeldung.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Können Menschen außerhalb Ihrer Organisation das System nutzen, auch ohne Anmeldung?
Das System bewertet nur angemeldete Prüflinge und ist für die Öffentlichkeit nicht erreichbar.
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
ETS, About the e-rater Scoring Engine Nach Angabe des Betreibers
ETS beschreibt, wie der e-rater in Prüfungen mit großer Tragweite (GRE, TOEFL iBT) neben menschlichen Bewertungen arbeitet.
Pearson, PTE scoring explained Nach Angabe des Betreibers
Pearson beschreibt, dass jede Prüfung des PTE maschinell bewertet wird.
KI-Verordnung, Anhang III Nr. 3 Buchst. b
Die Verordnung nennt KI-Systeme, die Lernergebnisse bewerten, ausdrücklich in Anhang III.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind