Eingabedaten und Informationsquellen
Schriftsätze, Anträge und Schreiben stammen auch von Beteiligten und Außenstehenden. Das System sucht gezielt nach Namen, Anschriften, Geburtsdaten und anderen Angaben zu Personen.
Englisch: Automated anonymisation, PII redaction
Das System findet Namen, Anschriften und andere Personenangaben in Dokumenten und schlägt Schwärzungen vor, die ein Mensch freigibt.
Den Anwendungsfall verstehen
Die Justiz in Baden-Württemberg und Hessen anonymisiert so Gerichtsentscheidungen vor der Veröffentlichung. Die Stadt Amsterdam schwärzt damit Unterlagen, die sie auf Anfrage herausgibt.
Die Seite beschreibt einen typischen Aufbau. Die tatsächlichen Datenwege und Befugnisse ergeben sich aus Ihrer Umsetzung.
Aufbau und Datenwege
Eine Gerichtsentscheidung, eine Akte oder ein anderes Dokument soll veröffentlicht oder herausgegeben werden.
Schriftsätze, Anträge und Schreiben stammen auch von Beteiligten und Außenstehenden. Bei Scans wertet das System Bild und Text gemeinsam aus, um die Schwärzung an die richtige Stelle zu setzen.
Ein Erkennungsmodell sucht Namen, Anschriften und andere Angaben, die eine Person erkennbar machen.
Ein Erkennungsmodell markiert Textstellen oder Bildbereiche, die Personen zugeordnet werden können. Eine Bearbeitungskomponente ersetzt oder entfernt die ausgewählten Stellen. Erkennen, Vorschlagen und technisch wirksames Entfernen sind getrennte Schritte; eine sichtbare schwarze Fläche allein beschreibt noch nicht, welche Daten in der Datei erhalten bleiben.
Das System schlägt Schwärzungen oder Platzhalter vor, die eine Beschäftigte prüft und freigibt.
Das Ergebnis beschreibt die definierte Modellaufgabe. Ein Treffer, eine Kategorie oder eine Prognose erhält seine fachliche Bedeutung erst zusammen mit den zugrunde liegenden Daten und dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Das bearbeitete Dokument wird veröffentlicht oder an die Antragstellenden herausgegeben.
Die Einbindung bestimmt, ob das Ergebnis lediglich angezeigt, nach Freigabe übernommen oder direkt in ein Fachverfahren geschrieben wird. Diese Varianten unterscheiden sich in ihren Datenwegen und Befugnissen.
Aufbau aktiv erkunden: Wählen Sie einen Baustein, um seine Aufgabe, die ein- und ausgehenden Daten und die Einbindung im Anwendungsfall zu sehen. Der geführte Ablauf erläutert jede Phase. Mit Ja, Offen und Nein können Sie anschließend Ihre konkrete Systemvariante abbilden.
5 zuerst zu prüfen17 zu klären8 Grundlagen
Das Bild zeigt den Anwendungsfall, wie er typischerweise gebaut ist. Wählen Sie einen Baustein, um zu sehen, was dort geschieht, und stellen Sie seine Merkmale auf Ihr System um. Mit „Analysehinweise“ sehen Sie anschließend, welche Prüfkandidaten zu diesem Aufbau gehören. Die Prüfliste der Seite bleibt auf den typischen Fall bezogen.
Noch keine. Jede Umstellung erscheint hier.
Im gezeigten Aufbau: 5 zuerst zu prüfen, 17 zu klären, 8 Grundlagen.
Zugang von außen: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Eingabe: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Inhalte Dritter: Vorhanden
KI-Modell: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Dienst eines Anbieters: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Training und Rückmeldung: Vorhanden
Zuerst prüfen
Zu klären
Ergebnis: Gehört zu jedem KI-System
Zu klären
Grundlage für jedes KI-System
Fachanwendung oder Anlage: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Mensch: Gehört zu jedem KI-System
Zuerst prüfen
KI-Dienste ohne Freigabe: Hängt von Ihrem System ab
Zu klären
Lieferkette und technische Basis: 5 Grundlagen, die für jedes KI-System gelten
Grundlage für jedes KI-System
Intelligente Dokumentenverarbeitung (IDP)
Liest Angaben aus Dokumenten aus und überträgt sie ins Fachverfahren
E-Discovery und KI-gestützte Dokumentenprüfung (TAR)
Sortiert große Bestände nach ihrer Bedeutung für eine Untersuchung, schwärzt nur nebenbei
Schriftsätze, Anträge und Schreiben stammen auch von Beteiligten und Außenstehenden. Das System sucht gezielt nach Namen, Anschriften, Geburtsdaten und anderen Angaben zu Personen.
Das Modell verarbeitet die Eingaben. Ob es intern oder bei einem Dienstleister läuft, muss für die konkrete Umsetzung geklärt werden.
Manche Betreiber trainieren die Erkennung mit eigenen Entscheidungen oder Akten nach. Korrekturen bei der Freigabe können als neue Lernbeispiele zurückfließen.
Je nach Ablauf wirken Schwärzungen sofort oder erst nach einer Freigabe; bei JANO und in Amsterdam gibt ein Mensch frei. Bei einem Clouddienst verlassen die noch nicht geschwärzten Dokumente die eigene Umgebung.
Ein eingebundener Anbieter legt den Verarbeitungsort nicht automatisch fest. Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen und die Nutzung für Training sind im konkreten Betrieb zu prüfen.
Risiken einordnen und Maßnahmen festlegen
Daten, Beteiligte, Schnittstellen und Rechte erfassen. Offene Merkmale im Modell klären.
Prüfkandidaten auf die tatsächlichen Datenwege beziehen: Was könnte passieren und wer wäre betroffen?
Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit im Einsatzkontext bewerten. Die Anzahl der Prüfkandidaten ist kein Risikowert.
Geeignete Kontrollen auswählen, Verantwortliche und Wirksamkeitsprüfungen festlegen. Restrisiken und Freigaben dokumentieren.
Insgesamt kommen bei diesem Anwendungsfall 30 Bedrohungen aus dem Bedrohungskatalog infrage.
Offenlegung sensibler Informationen
Das System erkennt einen ungewöhnlich geschriebenen Namen oder eine Angabe in einer Fußnote nicht. Das Dokument wird veröffentlicht, und die Person ist darin erkennbar.
Namen sind geschwärzt, aber Beruf, Wohnort und Tatzeit stehen noch im Text. Wer die veröffentlichte Entscheidung mit anderen Quellen abgleicht, kann die Person trotzdem bestimmen.
Übermäßiges Vertrauen in das KI-System
Die Vorschläge stimmen meistens, und die Freigabe wird zur Routine. Übersehene Stellen fallen dann erst auf, wenn das Dokument veröffentlicht ist.
Gezielte Datenvergiftung / Label-Vergiftung
Wer die Kennzeichnungen in den Trainingsdaten fälscht, kann die Ergebnisse des Modells gezielt verschieben.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Exfiltration aus der ML-Anwendung
Schutzbedürftige Daten können über Werkzeuge, Netzverbindungen, Speicher oder Innentäter abfließen.
Steht hier wegen dieser Eigenschaft
Je nach Aufbau Ihres Systems kommen bis zu 17 weitere hinzu. Neun Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System. Eine davon ist hier besonders wichtig und steht deshalb oben.
Jedes Ja setzt weitere Bedrohungen auf Ihre Prüfliste, insgesamt bis zu 17. Können Sie eine Frage noch nicht beantworten, prüfen Sie die Bedrohungen mit.
Wie Ihr System gebaut ist
Wie Sie das System betreiben
Klassische Verfahren markieren nur Fundstellen. Setzt ein Sprachmodell Ersatzbegriffe ein oder formuliert Stellen um, erzeugt es selbst Text.
Wenn ja, kommt hinzu
Arbeitet ein Sprachmodell mit, befolgt es unter Umständen auch Anweisungen, die im Dokument stehen.
Wenn ja, kommt hinzu
Je nach Ablauf wirken Schwärzungen sofort oder erst nach einer Freigabe; bei JANO und in Amsterdam gibt ein Mensch frei.
Wenn ja, kommt hinzu
Manche Betreiber trainieren die Erkennung mit eigenen Entscheidungen oder Akten nach.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Korrekturen bei der Freigabe können als neue Lernbeispiele zurückfließen.
Wenn ja, kommt hinzu
Bei Scans wertet das System Bild und Text gemeinsam aus, um die Schwärzung an die richtige Stelle zu setzen.
Wenn ja, kommt hinzu
Diese Fragen stellen sich bei fast jedem KI-System.
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Wenn ja, kommt hinzu
Maßnahmen zu den Prüfschwerpunkten sind direkt geöffnet. Die verlinkten Maßnahmen erläutern jeweils die Umsetzung.
Maßnahmen gegen die übrigen Bedrohungen finden Sie auf deren Seiten im Bedrohungskatalog.
Greift, wenn Beschäftigte oder Beauftragte KI-Systeme betreiben oder nutzen.
Gilt seit dem 2. Februar 2025.
Die Pflichten im Einzelnen
Das System bereitet Entscheidungen für die Veröffentlichung auf. Es hilft Gerichten nicht dabei, Sachverhalte zu ermitteln oder Rechtsvorschriften auszulegen.
Die Pflichten im Einzelnen
Ihr System im Schnellprüfer einordnen Alle Pflichten im Pflichtenkompass
Diese Bedrohungen prüfen Sie bei jedem KI-System, egal wofür es eingesetzt wird.
Trifft eine dieser Fragen bei Ihrem System doch zu, kommen die genannten Bedrohungen hinzu.
Erzeugt oder verändert das System Bilder, Töne, Stimmen oder Videos?
Wenn ja, kommt hinzu
Schreibt oder gestaltet das System auf freie Anfrage neue Inhalte, die Menschen direkt lesen, sehen oder hören? Übersetzen, Vorlesen und Abschreiben zählen nicht.
Wenn ja, kommt hinzu
Sucht das System in einer eigenen Sammlung von Dokumenten oder Datensätzen nach passenden Inhalten?
Wenn ja, kommt hinzu
Formuliert das System seine Antwort aus gefundenen Dokumenten?
Wenn ja, kommt hinzu
Nutzt das System ein Begriffsnetz (Wissensgraph), in dem Begriffe und ihre Beziehungen gespeichert sind?
Wenn ja, kommt hinzu
Merkt sich das System Inhalte aus früheren Gesprächen oder Aufgaben und nutzt sie später wieder?
Wenn ja, kommt hinzu
Ruft das System selbst andere Programme, Schnittstellen oder Suchdienste auf, auch wenn es dort nur liest?
Wenn ja, kommt hinzu
Legt das System seine nächsten Arbeitsschritte selbst fest, je nachdem, was vorher herauskam?
Wenn ja, kommt hinzu
Gibt das System Aufgaben an andere KI-Agenten weiter oder übernimmt es deren Ergebnisse?
Wenn ja, kommt hinzu
Ist das System über das Model Context Protocol (MCP) an Werkzeuge oder Datenquellen angebunden?
Wenn ja, kommt hinzu
Liegen Dokumente mehrerer Kunden, Abteilungen oder Berechtigungsgruppen im selben Suchspeicher?
Wenn ja, kommt hinzu
Können Menschen außerhalb Ihrer Organisation das System nutzen, auch ohne Anmeldung?
Wenn ja, kommt hinzu
Erzeugt das System Programmcode, Skripte oder Datenbankabfragen, die weiterverwendet werden?
Wenn ja, kommt hinzu
Führt das System selbst Programme, Skripte oder Befehle aus?
Wenn ja, kommt hinzu
Soll das System eine vorgegebene Kennzahl möglichst verbessern, etwa Umsatz, Auslastung oder Klicks?
Wenn ja, kommt hinzu
Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, Neues KI-Tool für die Justiz
Seit dem 12. Dezember 2025 steht JANO allen Zivilabteilungen der ordentlichen Gerichte in Baden-Württemberg zur Verfügung; Beschäftigte prüfen die Vorschläge und geben sie frei.
Hessen setzt JANO zunächst am Landgericht Darmstadt ein; Beschäftigte der Justiz prüfen die Vorschläge und geben sie frei.
Algoritmeregister NL, Anonimiseringssoftware, Gemeente Amsterdam
Die Stadt schwärzt personenbezogene Daten in Dokumenten automatisch.
Stand: 30. September 2026. Regelwerk der Prüfliste in Fassung 0.3.2, Bedrohungskatalog in Fassung 2026.10.24.2. Wie diese Seiten aufgebaut sind